Vietnam ist 1.650 Kilometer lang und dabei an der schmalsten Stelle keine fünfzig Kilometer breit. Aus dieser Form folgt fast alles, was man über eine Vietnam-Reise wissen muss – vor allem die eine Frage, an der die meisten Planungen scheitern: Wann fährt man hin? Denn Vietnam hat nicht eine Reisezeit, sondern drei. Und sie widersprechen sich.
Wir haben in den vergangenen Jahren viele Vietnam-Reisen für Kundinnen und Kunden aus der Steiermark zusammengestellt, und die Gespräche beginnen fast immer gleich: mit einer Route, die im Internet gefunden wurde, und einem Reisetermin, der aus dem Urlaubsplan kommt. Manchmal passt beides zusammen. Oft nicht. Dieser Artikel erklärt zuerst das Klimaproblem, geht dann die klassische Route Station für Station durch und endet mit zwei konkreten Routenvorschlägen für 14 und 21 Tage.
Das Wichtigste vorweg:
Es gibt keinen Monat, der in ganz Vietnam ideal ist. Der Norden hat vier Jahreszeiten, Zentralvietnam eine verschobene Regenzeit mit Taifunrisiko, der Süden zwei Jahreszeiten. Der beste Kompromiss für eine Nord-Süd-Rundreise liegt zwischen Februar und April. Oktober und November sind im Norden großartig – und ausgerechnet in Hoi An und Hue die schlechteste Zeit des Jahres.
Beste Reisezeit für Vietnam: drei Klimazonen, die sich widersprechen
Wer eine Rundreise plant, muss verstehen, dass Vietnam klimatisch aus drei Teilen besteht, die nichts miteinander zu tun haben. Diese Tabelle ist der eigentliche Grund, warum es diesen Artikel gibt:
| Zeitraum | Norden Hanoi, Halong, Sapa | Zentrum Hue, Da Nang, Hoi An | Süden Saigon, Mekong, Phu Quoc |
|---|---|---|---|
| Dez – Jan | kühl, 15–20 °C, oft grau und feucht | Regen klingt aus | Trockenzeit, ideal |
| Feb – Apr | mild und trocken, angenehm | trocken, warm | trocken, gegen Ende sehr heiß |
| Mai – Aug | heiß und schwül, Regenzeit | beste Strandzeit | Regenzeit, kurze Schauer |
| Sep – Nov | Okt/Nov die beste Zeit | Regenzeit, Taifune, Hochwasser | Regenzeit klingt aus |
Zwei Dinge daraus, die in der Praxis den Unterschied machen. Erstens: Der Norden im Winter wird regelmäßig unterschätzt. „Südostasien" klingt nach Hitze, aber Hanoi hat im Jänner oft 16 Grad, feuchten Nieselregen und tagelang keine Sonne – auf der Halong Bay heißt das grauer Dunst statt Postkartenmotiv. Zweitens: Hoi An überschwemmt im Oktober und November regelmäßig. Das ist kein Ausnahmefall, sondern jährlich wiederkehrend. Wer in diesen Wochen unbedingt nach Zentralvietnam will, sollte das wissen und flexibel bleiben.
01 Hanoi – der richtige Start, auch wenn er anstrengend ist
Fast jede Vietnam-Rundreise beginnt im Norden und endet im Süden, und das hat einen guten Grund: Hanoi ist der schwierigere, dichtere, fordernde Teil des Landes. Man macht ihn am Anfang, solange man Energie hat, und lässt die Reise im entspannteren Süden ausklingen.
Die Altstadt mit ihren 36 Gassen ist bis heute nach Gewerken sortiert – eine Straße für Seide, eine für Blechwaren, eine für Grabsteine. Der Verkehr ist das erste, worüber alle reden: ein Strom aus Motorrollern, der nie abreißt und in dem man nicht wartet, sondern gleichmäßig hineingeht, während er sich um einen herum teilt. Es funktioniert. Es dauert zwei Tage, bis man es glaubt.
Was man nicht auslassen sollte: den Hoan-Kiem-See frühmorgens, wenn dort Tai-Chi gemacht wird; das Literaturtempel-Gelände als Gegenpol zum Lärm; und abends einen Plastikhocker auf dem Gehsteig, ein Bia Hoi und eine Schüssel Bun Cha – gegrilltes Schweinefleisch in Fischsoße, das Gericht dieser Stadt.
02 Halong Bay – und warum wir meist Lan Ha empfehlen
Rund 1.600 Kalksteinfelsen ragen hier aus dem smaragdgrünen Wasser, und das Bild ist zu Recht das bekannteste des Landes. Der Haken ist ebenso bekannt: Die Halong Bay ist voll. In der Hochsaison liegen hunderte Boote in denselben Ankerbuchten, und die berühmte Höhle sieht man in einer Schlange.
Deshalb schicken wir Kundinnen und Kunden meistens in die Lan Ha Bay südlich davon, vor Cat Ba. Dieselbe Landschaft, ein Bruchteil der Boote, dazu ruhigere Buchten zum Schwimmen und Kajakfahren. Der Unterschied im Erlebnis ist erheblich, der Preisunterschied gering.
Zur Dauer: Bei einer Halong-Bucht-Kreuzfahrt ist eine Übernachtung an Bord das Minimum, zwei sind deutlich besser. Bei einer Nacht besteht der Tag zur Hälfte aus An- und Abreise. Und zur Jahreszeit – siehe oben: Zwischen Dezember und Februar liegt oft Dunst über der Bucht. Die Felsen sind trotzdem da, das Foto wird nur ein anderes.
Unser Tipp
Fragen Sie bei jedem Halong-Angebot nach der Bootsgröße. Zwischen einem Schiff mit 20 Kabinen und einem mit sechs liegt der ganze Unterschied: Auf dem großen Boot fahren Sie im Konvoi, auf dem kleinen kommen Sie in Buchten, die für die anderen zu flach sind. Das steht in keinem Prospekt und ist der Punkt, an dem eine Beratung sich bezahlt macht.
03 Ninh Binh – die Halong Bay auf dem Trockenen
Zwei Stunden südlich von Hanoi steigen dieselben Kalksteintürme aus Reisfeldern statt aus dem Meer. Ninh Binh wird deshalb „Halong Bay an Land" genannt, und der Vergleich stimmt ausnahmsweise. In Tam Coc oder Trang An setzt man sich in ein Ruderboot und wird von einer Frau, die mit den Füßen rudert, durch Wasserhöhlen und zwischen Felstürmen hindurchgestakt.
Der Aufstieg zur Hang-Mua-Aussicht – knapp 500 Stufen – ist der beste Panoramablick Nordvietnams und in einer Stunde erledigt. Ninh Binh lässt sich als Tagesausflug ab Hanoi machen, mit einer Übernachtung wird deutlich mehr daraus, weil die Reisfelder in den frühen und späten Stunden am schönsten liegen.
04 Hue und Hoi An – das kulturelle Herz
Hue war bis 1945 Kaiserstadt. Von der Zitadelle und der Verbotenen Purpurstadt steht nach dem Krieg nicht mehr alles, aber was steht, ist eindrucksvoll – und die Kaisergräber am Parfümfluss, allen voran das von Minh Mang und das exzentrische von Khai Dinh, sind der eigentliche Grund für den Aufenthalt. Ein voller Tag reicht, zwei sind angenehmer.
Zwischen Hue und Hoi An liegt der Hai-Van-Pass, eine Küstenstraße über den Bergrücken, der das Land klimatisch teilt. Fahren Sie ihn per Auto oder Motorrad statt durch den Tunnel – das ist eine der schönsten Straßen Südostasiens und der Grund, warum die zwei zusätzlichen Stunden gut angelegt sind.
Hoi An ist dann der Ort, an dem die meisten länger bleiben wollen, als sie geplant hatten. Die Altstadt ist autofrei, gelb getüncht, von Lampions überspannt, und war jahrhundertelang ein Handelshafen für Japaner, Chinesen und Portugiesen – man sieht es an jeder Fassade. Dazu kommen zwei praktische Dinge: die Schneidereien, bei denen ein Maßanzug in 24 Stunden fertig ist, und Cao Lau, ein Nudelgericht, das es angeblich nur hier gibt, weil das Wasser aus einem bestimmten Brunnen stammen muss. Der Strand An Bang liegt vier Kilometer entfernt.
05 Mekong-Delta – Vietnam auf dem Wasser
Im Süden fächert sich der Mekong in neun Arme auf, und eine Landschaft entsteht, in der Straßen die Ausnahme sind und Kanäle die Regel. Die klassische Mekongdelta-Tour führt zu einem schwimmenden Markt – der bei Can Tho ist der größte und der einzige, der noch wirklich funktioniert und nicht überwiegend für Reisegruppen stattfindet. Er beginnt um fünf Uhr früh und ist um neun vorbei; wer um zehn kommt, sieht leere Boote.
Der Rest des Deltas ist ruhiger als alles davor: Obstgärten, Kokosnussverarbeitung, Reisnudelherstellung, schmale Kanäle im Ruderboot unter Nipapalmen. Für eine Nacht in einem Homestay ist das Delta einer der besten Orte des Landes – man isst mit der Familie und versteht danach mehr von Vietnam als nach drei Museen.
Wer statt eines Tagesausflugs mehr Zeit auf dem Wasser möchte: Eine Mekong-Flusskreuzfahrt von Saigon bis nach Phnom Penh dauert je nach Schiff drei bis sieben Tage und verbindet Vietnam mit Kambodscha. Das ist die bequemste Art, das Delta zu sehen, kostet aber mehr als die Landvariante und braucht Vorlauf, weil die Schiffe klein sind.
06 Ho-Chi-Minh-Stadt – der Gegenpol zu Hanoi
Offiziell heißt sie Ho-Chi-Minh-Stadt, im Alltag sagen alle Saigon, und sie ist in fast jeder Hinsicht das Gegenteil von Hanoi: jünger, lauter, schneller, wirtschaftlich getriebener, mit einer Skyline, die jedes Jahr wächst, und einer Café- und Restaurantszene, die derzeit zu den spannendsten Südostasiens gehört.
Zum Verstehen des Landes gehören zwei Orte, die nicht leicht sind: das Kriegsopfer-Museum und die Tunnel von Cu Chi außerhalb der Stadt. Beides ist bedrückend und beides gehört dazu, wenn man begreifen will, warum Vietnam so ist, wie es heute ist. Danach hilft der Kontrast: das französische Kolonialviertel mit Hauptpost und Kathedrale, der Ben-Thanh-Markt, und abends ein Ca Phe Sua Da, der vietnamesische Eiskaffee mit gezuckerter Kondensmilch, der stark genug ist, um den Tag zu verlängern.
07 Phu Quoc – die Woche danach
Eine Rundreise durch Vietnam ist anstrengend. Deshalb ist die mit Abstand häufigste Buchung bei uns die Rundreise mit Badeurlaub: erst die Route von Nord nach Süd, dann eine Woche an einem Ort. Dafür ist Phu Quoc im Golf von Thailand die naheliegende Wahl – eine Flugstunde von Saigon, breite Sandstrände im Südwesten, ein Hotelangebot von einfach bis sehr gehoben.
Wichtig ist hier wieder der Kalender, und Phu Quoc folgt dem Süden: November bis April ist Trockenzeit und damit die richtige Zeit. Zwischen Juni und September regnet es kräftig und das Meer ist unruhig. Wer im Sommer reist und trotzdem einen Strandurlaub in Vietnam will, ist an der Küste bei Da Nang und Hoi An besser aufgehoben – dort ist genau dann die beste Badezeit. Diese Umkehrung ist der Punkt, an dem eigenständig geplante Reisen am häufigsten kippen.
08 Kambodscha dazu? Wann sich die Kombination lohnt
Etwa jede vierte Anfrage, die bei uns zu Vietnam hereinkommt, endet als Rundreise Vietnam und Kambodscha – und das aus einem guten Grund: Angkor Wat bei Siem Reap ist von Saigon aus in gut einer Flugstunde erreichbar, und die Tempelanlage gehört zu den beeindruckendsten Bauwerken der Welt. Drei Nächte in Siem Reap reichen, um Angkor Wat, Bayon und Ta Prohm in Ruhe zu sehen.
Klimatisch passt die Kombination gut: Kambodscha hat wie Südvietnam von November bis April Trockenzeit. Wer im Februar oder März reist, bekommt beide Länder unter besten Bedingungen. Wer Laos zusätzlich anhängen will, sollte auf mindestens drei Wochen gehen – zu zweit in vierzehn Tagen sind drei Länder eine Fahrt, kein Urlaub.
Eine Anmerkung zur Reiseform: Vietnam lässt sich sowohl als Kleingruppenreise mit deutschsprachiger Reiseleitung als auch als reine Privatrundreise mit eigenem Fahrer und Guide machen. Die Kleingruppe ist günstiger und sozial angenehmer, die Privatvariante flexibler beim Tempo. Was besser passt, hängt weniger vom Budget ab als davon, ob Sie morgens gerne selbst entscheiden, wann es losgeht.
Flug Wien–Vietnam: Dauer, Umstieg und die Sache mit dem Direktflug
Gleich vorweg, weil danach oft gesucht wird: Einen Direktflug ab Wien nach Vietnam gibt es nicht. Manche Airlines verkaufen Wien als Abflugort, führen die Strecke aber über ein Drehkreuz – nonstop ab Österreich fliegt niemand. Wer eine Verbindung als „direkt" beworben sieht, sollte in der Buchung nachsehen, wo umgestiegen wird.
Die realistische Flugdauer Wien–Vietnam mit einem Umstieg – üblich sind Istanbul, Doha, Dubai oder Bangkok – liegt bei rund 13 bis 16 Stunden von Tür zu Tür, je nach Umsteigezeit. Die reine Flugzeit beträgt etwa elf bis zwölf Stunden. Ab Graz kommt der Zubringer nach Wien oder München dazu; in der Praxis planen wir dafür einen vollen Anreisetag ein. Anders als bei der Türkei oder Ägypten gibt es ab Graz keine Charterkette nach Asien – die Frage ist hier also nicht der Abflughafen, sondern die Umsteigeverbindung.
Ein Detail, das die Route bestimmt: Buchen Sie den Hinflug nach Hanoi und den Rückflug ab Ho-Chi-Minh-Stadt – ein sogenannter Gabelflug. Sonst fahren Sie die 1.650 Kilometer am Ende noch einmal zurück. Das kostet meist keinen Aufpreis, wird aber bei Eigenbuchung regelmäßig übersehen und ist einer der Gründe, warum wir bei Rundreisen die Flüge selbst legen.
Innerhalb des Landes sind die Etappen zu weit für die Straße. Inlandsflüge (Hanoi–Da Nang, Da Nang–Saigon) dauern gut eine Stunde und kosten wenig. Der Nachtzug ist eine Erfahrung für sich, aber nichts, was man mit Kindern oder engem Zeitplan machen sollte.
Zwei Routen, die sich bewährt haben
Beide von Nord nach Süd, mit Gabelflug. Die Nächte sind Richtwerte – wir passen sie an Ihr Tempo an.
| Station | 14 Tage | 21 Tage | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Hanoi | 2 Nächte | 3 Nächte | erste Nacht geht für den Jetlag drauf |
| Halong / Lan Ha Bay | 1 Nacht | 2 Nächte | an Bord, kleines Boot |
| Ninh Binh | Tagesausflug | 1 Nacht | Hang Mua früh oder spät |
| Hue | 1 Nacht | 2 Nächte | Inlandsflug ab Hanoi |
| Hoi An | 3 Nächte | 4 Nächte | über den Hai-Van-Pass anreisen |
| Mekong-Delta | 1 Nacht | 2 Nächte | Homestay bei Can Tho |
| Ho-Chi-Minh-Stadt | 2 Nächte | 2 Nächte | Cu Chi als Halbtagesausflug |
| Phu Quoc | – | 5 Nächte | nur Nov–Apr sinnvoll |
Ehrlich gesagt: Was Sie vorher wissen sollten
- Das Visum. Für österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger ist in der Regel ein E-Visum nötig, das vorab online beantragt wird und eine überschaubare Gebühr kostet. Achtung: Für einzelne europäische Länder – etwa Deutschland – gelten abweichende, teils visumfreie Regelungen. Was Sie im Netz für „Deutsche" lesen, gilt also nicht automatisch für Sie. Die Bestimmungen ändern sich außerdem gelegentlich; wir prüfen sie bei der Buchung für Ihr Reisedatum und Ihre Staatsbürgerschaft.
- Der Verkehr. Motorroller sind in Hanoi und Saigon allgegenwärtig, auch auf Gehsteigen. Die Regel beim Überqueren lautet: gleichmäßig gehen, nicht stehen bleiben, nicht rennen. Der Strom teilt sich um Sie herum. Das klingt beunruhigend und funktioniert trotzdem.
- Das Geld. Bezahlt wird in Dong, und die Scheine haben viele Nullen – ein häufiger Anfängerfehler ist der Griff zum falschen Schein. In Städten und Hotels wird zunehmend mit Karte gezahlt, auf dem Land und an Märkten nicht.
- Das Essen. Die vietnamesische Küche gehört zu den leichtesten Asiens und ist selten scharf – Vietnam ist deshalb ein sehr gutes erstes Fernreiseziel, auch mit Kindern. Bei Straßenständen gilt die übliche Regel: Wo viele Einheimische anstehen, wird frisch und schnell gekocht.
- Die Distanzen. Der häufigste Planungsfehler ist zu viel Route in zu wenig Tagen. Vietnam ist kein Land für sieben Stationen in zwei Wochen. Lieber vier Orte richtig als sieben im Vorbeifahren.
Häufige Fragen zu Vietnam
Wann ist die beste Reisezeit für Vietnam?
Für eine Rundreise durch das ganze Land: Februar bis April. Dann ist der Norden mild und trocken, Zentralvietnam außerhalb der Regenzeit und der Süden in der Trockenzeit. Wer nur den Norden bereist, hat im Oktober und November die schönste Zeit. Wer nur Strand im Süden will, reist zwischen November und April.
Wie viele Tage braucht eine Vietnam-Rundreise?
Mindestens 14 Tage für Hanoi bis Saigon, besser 16. Mit einer Woche Strand auf Phu Quoc sind es 21. Unter zwölf Tagen bleibt vor allem der Transfer in Erinnerung – dann lieber nur den Norden oder nur den Süden nehmen.
Ist Vietnam sicher?
Vietnam gilt als eines der sichersten Reiseländer Südostasiens. Gewaltkriminalität gegen Reisende ist selten; Taschendiebstahl in Saigon und Hanoi kommt vor. Das größte reale Risiko ist der Straßenverkehr – deshalb raten wir vom eigenen Motorroller ab, so verlockend er wirkt.
Rundreise oder Badeurlaub – geht auch beides?
Ja, und das ist die häufigste Buchung. Die Kombination Rundreise plus Strandverlängerung funktioniert sehr gut, nur muss der Strand zur Jahreszeit passen: Phu Quoc von November bis April, Da Nang und Hoi An von Februar bis August. Genau hier kippt eine Reise, wenn man den Kalender nicht beachtet.
Was kostet ein Vietnam-Urlaub?
Vor Ort ist Vietnam günstig – Essen, Transport und Eintritte kosten einen Bruchteil europäischer Preise. Der Löwenanteil des Budgets sind Flug und Hotels, und bei einer Rundreise kommen Fahrer, Guide, Inlandsflüge und das Halong-Boot dazu. Für zwei Wochen sollten Sie deutlich mehr einplanen als für eine Woche All Inclusive am Mittelmeer; Vietnam ist eine Rundreise, keine Pauschalwoche. Der Preisunterschied zwischen einer soliden und einer sehr guten Reise liegt dabei selten am Land, sondern an der Qualität der Boote, der Fahrer und der Reiseleitung – genau die Punkte, an denen wir hinschauen und die auf keiner Buchungsseite stehen.
Kann man Vietnam online buchen?
Flüge und einzelne Hotels ja. Eine Rundreise mit Inlandsflügen, Fahrer, Reiseleitung, Booten und Anschlussstrand ist online kaum sinnvoll zusammenzustellen – zu viele Teile müssen zeitlich ineinandergreifen, und wenn ein Inlandsflug verschoben wird, kippt die ganze Kette. Deshalb ist Vietnam eines der wenigen Ziele, bei denen wir offen sagen: Rufen Sie an oder schreiben Sie uns. Das ist keine Verkaufsmasche, sondern eine Frage der Haftung, wenn unterwegs etwas nicht wie geplant läuft.
Unser Fazit
Vietnam ist eines der lohnendsten Fernreiseziele überhaupt: sicher, günstig, kulinarisch herausragend, landschaftlich vielfältig und mit einer Gastfreundschaft, die man so nicht erwartet. Es ist aber kein Ziel, das man nebenbei bucht. Route, Reisezeit und Flugführung hängen bei diesem Land enger zusammen als bei jedem anderen – ein falscher Monat kann aus Hoi An eine Woche Regen machen und aus der Halong Bay eine graue Wand.
Genau deshalb ist Vietnam eine klassische Reisebüro-Reise. Sagen Sie uns, wann Sie Zeit haben und was Sie sehen wollen, und wir bauen die Route um Ihren Kalender herum – nicht umgekehrt. Wir sitzen am Griesplatz 2 in Graz, beraten Sie auch telefonisch, egal wo Sie gerade sind, und sind während Ihrer Reise erreichbar, wenn unterwegs etwas dazwischenkommt.
Ein praktischer Hinweis zum Vorlauf: Vietnam-Rundreisen werden typischerweise sechs bis neun Monate im Voraus geplant. Die guten kleinen Halong-Boote, die deutschsprachigen Reiseleitungen und die besseren Hotels in Hoi An sind in der Hauptsaison von Februar bis April früh vergeben. Wenn Sie also mit dem Gedanken spielen: Der richtige Zeitpunkt für das Gespräch ist deutlich früher, als die meisten denken.
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